Johanna Sofia Björklund, die wir Fraulein von Onnela nennen, bekam Onnela als eine Geburtstagsgeschenk von ihren Eltern an ihrem 25. Geburtstag im 1905. So begann eine der großen und faszinierenden Geschichten des goldenen Zeitalters des Tuusulasees.

Johanna Sofia Björklund (geboren 1880) erhielt das Anwesen Onnela als Geschenk von ihren Eltern, als sie in 1905 25 Jahre alt wurde. Ihr Vater war der ehemalige Feuerholzhändler Gothard Björklund.

Johanna Sofia war eine Hofdame am St. Petersburger Hof und wurde schon als junge Frau die Geliebte des russischen Offiziers Paul Nikolajevitshin Shabelski. Shabelski war ein immens reicher Mann. Er war bereits mit einer Tochter einer russischen Aristokratenfamilie verheiratet, und sie hatten mindestens zwei Söhne.

Ab dem Jahr 1906 verbrachten Johanna Sofia und Shabelski ihre Sommer in Onnela.

Gärtner aus St. Petersburg bepflanzten exotische Pflanzen im Garten von Onnela und bauten auch einen künstlichen Bach mit Wasserfall und einen Springbrunnen. Im Sommer war das Leben luxuriös und die Partys waren glänzend. Im Winter diente Johanna Sofia als Hauslehrerin für Shabelskis Kinderin St. Petersburg und Onnela lag im Dornröschenschlaf. In 1917, als die Revolution ausgebrochen war, fluechteten Johanna Sofia und Shabelski von St. Petersburg nach Onnela. Auch Shabelskis Frau Anastasja Shabelskaja tauchte dort auf. Die stolze Frau hatte schon lange von der Liebesaffäre ihres Mannes erfahren, aber sie musste es tolerieren. Schließlich wurde sie nach Paris geschickt, wo ihr und Shabelskis Sohn bereits wohnte.

Die Jahre nach der Revolution waren für Onnela eine Zeit des Elends, man lebte von der Hand in den Mund. Schmuck und Wertsachen wurden verkauft, die Zeit vertrieb man mit Kartenspiel.

Aus Angst vor Armut gründete Johanna Sofia in den 1920er Jahren eine Pension für Studenten, Staatsbeamte und Künstler in Onnela. Vom Anfang des Jahrhunderts hatte sich eine interessante Gruppe von Bewohnern entlang dem weg Tuusulan Rantatie (Tuusula Strandweg) versammelt. Es gab Künstler wie der Komponist Jean Sibelius, die Maler Pekka Halonen, Venny Soldan-Brofeldt und Eero Järnefelt und die Schriftsteller Juhani Aho und Eino Leino, der in den Jahren 1923–24 in Onnela lebte. Johanna Sofia richtete einen Kiosk an dem Strandweg ein und verkaufte dort Kaffee, Brötchen, Zigaretten und trozt Prohibition sogar Weingeist. Später in den 1930er Jahren verliebte Johanna Sofia sich in den Schriftsteller Unto Karri. Um Karris Liesrausch zu erwecken, bat Johanna Sofia Hilfe von Zauberern.

 Ihre Liebesbeziehung wurde von Shabelski entdeckt. Vor Weihnachten 1935 gab es in Onnela ausgelassene Feste. Der Morgen nach einer dieser Parteien wurde Shabelski tot aufgefunden. Es wurde angenommen, dass der Tod nach einem eifersüchtigen Ausbruch durch einen Herzinfarkt verursacht wurde, aber es wurde auch über die mögliche Rolle von Johanna Sofia in Shabelskis Tod gemunkelt .

Karri hatte später erzählt, dass nach diesem Ereignis habe sich Johanna Sofia komplett verändert. Sie kleidete sich in schwarz und las in den Nächten eine russische Bibel. Bald darauf wurde sie in die Nervenheilanstalt Kellokoski eingeliefert. Dort verstarb sie am 10. September 1936.

Johanna Sofia hatte das Onnela-Gut in ihrem Testament an Shabelski abgegeben. Shabelskis Erben verkauften Onnela 5.1.1937 an den Näkövammaisten Loma ry (Eingetragener Verein Urlaub für Sehbehinderte). Während des Krieges wurde Onnela vom Staat als vorübergehendes Quartier für Soldaten genutzt. Auch dann blieb Onnela an der Spitze der Entwicklung. Dutzende Mathematiker und Linguisten arbeiteten in Tuusula als Funker und Geheimdienstleute. Sie lernten die Codesprachen kennen und wurden zum Beispiel als verwundete Soldaten verkleidet. Sie bildeten die Spitze des finnischen Radio-Geheimdienstes. Die Technik wurde in Onnela aktiv entwickelt, und die erste erfolgreiche drahtlose Funkübertragung von Radio Kyynel (Radio Träne) wurde am 28. Juni 1940 über den Tuusula-See auf die Farm Ruskela geschickt. Dieses drahtlose Radio wurde später für anspruchsvolle Fernpatrouillen hinter den Linien des Feindes eingesetzt, und so wurde das Leben vieler Finnen gerettet. Auch mehr als zehn russische Kommandos wurden dank effektiver Geheimdienstoperationen im Tuusula gefangen genommen. Die Kommandos wurden mit Flugzeugen nach Finnland gebracht, um Spionage- und Zerstörungsarbeiten durchzuführen. (Quelle: Keski-Uusimaa 5.12.2013).

Für einige Zeit nach dem Krieg wurden aus Karelien evakuierte Familien in Onnela untergebracht. Nach dem Krieg funktionierte Onnela als Ferienort für sehbehinderte Menschen, und später als Rehabilitationseinrichtung und auch als Trainingszentrum für Blindenhunde.

Im Zusammenhang mit dem letzten Eigentümerwechsel im Jahr 2009 wurden in Onnela umfangreiche Renovierungen durchgeführt. Durch den neuen Besitzer, Sokeain Ystävät ry., wurde eine Generalüberholung vorgenommen, und Onnela wurde renoviert, um modernen Qualitätstandards zu entsprechen. Die Auswahl der Dienstleistungen wurde vielseitiger gemacht, und es bietet jetzt Unternehmen und Gesellschaften hochwertige Tagungsräume, Unterkunft und Restaurantdienste in dem großen und natürschönen Grundstück von Onnela am See Tuusula an. Unsere Saunen am See, das Programmangebot und die nahe gelegenen Kulturstätten geben unseren Gästen viel Mehrwert. An Privatkunden vermieten wir Räume und Restaurantdienste für Feste.

Der Dichter Eino Leino war einer von Onnelas Stammgästen. in den letzten Jahren seines Lebens blieb Eino Leino lange Zeiten in den Pensionen der Rantatie. Auch Uuno Kailas, Unto Karri und Einari Vuorela haben es genossen dort zu bleiben. Das Lieblingszimmer von Eino Leino wurde als ein Raum für Erinnerungen in Onnela bewahrt. Der Kreis der finnischen Künstler war dicht, und etliche von ihnen waren auch Familiär miteinander verbunden. Die Rantatie zog viele der Kuenstler dieses Landes an. 1897 mietete der Schriftsteller Juhani Aho zusammen mit seiner Frau der Künstlerin Venny Soldan-Brofeldt eine Villa des Gutshofes aus Järvenpää, welche man später die Villa Ahola genannte. Eero Järnefelts Anwesen Suvilahti wurde 1901 fertiggestellt. Im Jahr 1902 zog Pekka Halonen in sein Atelierhaus Halosenniemi ein, und im selben Jahr wurde auch Erkkola, das Haus des Dichters J. H. Erkko fertig. Ainola, das Haus des Komponisten Jean Sibelius, wurde 1904 vollendet. Die Seelandschaften um den Tuusulanjärvi haben ihre Einzigartigkeit behalten. Entlang der Rantatie können Sie unter anderem Ahola, Ainola und Halosenniemi besuchen, weil sie heutzutage Museen sind. Auch das Lotta Museum (stellt die Arbeit der freiwilligen paramilitärischen Hilfsorganisation der Frauen dar) und die zusätzlichen Räume der Offiziersschule der finnischen Weißen Garde können besichtigt werden. In der Nähe von Onnela können Sie auch die kleine Hütte besuchen, in welcher Schriftsteller Aleksis Kivi 1872 die letzten Monate seines Lebens verbrachte.

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